CHC Experten Interview #16 mit Martina Hofer-Moreno

Es war auch auf einmal notwendig, Recruitinggespräche online zu führen. Und auch hier war es wieder egal, wie die Unternehmen bisher aufgestellt waren. Ohne raschest eingesetzten digitalen Instrumenten wären sie einfach nicht in der Lage gewesen, z.B. diese Recruitinggespräche zu führen.

Ein großes Aha-Erlebnis für mich war, dass es trotz vieler neuer Situationen – z.B. wurde ein Workshop mit internationalen Teilnehmern durch die Reisebeschränkungen online durchgeführt – kaum Qualitätsverluste gab. Man hat sich irrsinnig rasch der neuen Situation angepasst – auch wenn zu Beginn vielleicht noch improvisiert werden musste, aber durch die immens hohen Lernerfahrungen war ‚die Digitalisierung im HR‘ ganz rasch angekommen.

 

Dadurch, dass gesamte Abteilungen oder Bereiche, bis hin zu gesamten Firmen, im Home-Office waren hat sich natürlich auch ein gesundheitlicher Aspekt neu aufgetan. Dadurch, dass es im Home-Office eine fast durchgängige Bildschirm-Tätigkeit war und ist, ist auch auf diese speziellen Belastungssituationen entsprechend Rücksicht zu nehmen. Und hier hat selbstverständlich auch die jeweilige Führungskraft erstens darauf zu schauen und zweitens es auch vorzuleben.

 

Und selbstverständlich gibt es natürlich auch die Eigenverantwortung der Mitarbeiter. Es kann und soll ja auch nicht alles vorgegeben werden. Auch nicht wie der Mitarbeiter sich seine Pausen im Home-Office einteilt. Wesentlich ist das Ergebnis, natürlich im Einklang mit den betrieblichen Rahmenbedingungen und der eigenen Gesundheit.

 

Ein großes Thema rund um das Home-Office ist das Vertrauen. Das Vertrauen, dass die Mitarbeiter auch wirklich ihre übertragenen Aufgaben erfüllen. Hier gab es ja, speziell vor Corona, die größte Unsicherheit und dies war auch der größte Hemmschuh in vielen Unternehmen sich mit Home-Office in einem größeren Stil zu befassen.

Die Erfahrungen der letzten Monate zeigen jedoch, dass die Produktivität nicht nur nicht gesunken, sondern in vielen Unternehmen sogar gestiegen ist. Unterschiedlichste Studien zeigen dies.

 

Mit einem kurzen Ausblick in die Zukunft (ohne Glaskugel) geht es dem Ende dies Interviews zu. Wie wird sich die Digitalisierung direkt auf HR und deren Prozesse auswirken?

Es wird vor allem darum gehen, Prozessschritte auszulagern (wo kann uns Digitalisierung entlasten) um das größte Asset im gesamten HR-Prozess, nämlich die menschliche Expertise, voll und ganz ausspielen zu können.

 

Und die Online-Konferenzen werden weiterhin genutzt werden, vermehrt wahrscheinlich in Hybrid-Version, also ein Teil der Teilnehmer ist physisch in einem Raum anwesend, ein anderer Teil der Teilnehmer nimmt von zu Hause oder von unterwegs an diesen Meetings teil.

  

Hier kommst du zum gesamten Interview.

Mehr über die Person erfahren: www.erfolgsspur.at 

 

Zurück