CHC Experten Interview #19 mit Christoph Sauermann

 

 

Kurz zur Vorgeschichte: Mit Ankündigung der Quarantäne bzw. den doch massiven Ausgangsbeschränkungen haben wir unser Zentrum trotzdem offen gehalten. Als Gesundheitsbetrieb war uns dies ja auch erlaubt. Wobei wir ganz zu Beginn versucht haben uns auf Akut- und Schmerzpatienten zu fokussieren, um somit auch mit deutlich reduziertem Volumen den Betrieb aufrecht zu erhalten.


Speziell alles was mit Prävention, auch im weitesten Sinne, zu tun hatte, haben wir angehalten. Dies hatte auch zur Folge, dass auch bei uns einige Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt wurden. Sehr viele Ärzte durften nicht zu uns in die Gemeinschaftspraxis kommen, da sie im klassischen Klinikbetrieb einerseits mehr gebraucht wurden und andererseits man auch ein zusätzliches Infektionsrisiko vermeiden wollte/musste.


Wir haben es trotzdem geschafft unsere Kunden gut zu versorgen und gut durch die ersten Wochen der Krise zu begleiten. Wir hatten viele Herausforderungen zu meistern, die größte Herausforderung war jedoch die organisatorische Frage.


Rückblickend betrachtet war einer der wesentlichsten Punkte, dass wir von Beginn an unser gesamtes Personal (Verwaltung, Ärzte, Therapeuten) voll in unsere Kommunikation miteingebunden hatten und so jede Unsicherheit oder Unklarheit vermieden werden konnte.

Kurzfristig haben wir alle ganz rasch gelernt mit den neuen Technologien, wie z.B. Video- oder Telefonkonferenzen, umzugehen. Eingesetzt haben wir dies sowohl bei unseren Ärzten als auch bei unseren Kunden.


Corona war der Auslöser, dass wir die Telemedizin in einer Ho-Ruck-Aktion implementiert hatten. Telemedizin ist in anderen Ländern viel verbreiteter als in Österreich. Bis zu diesem Zeitpunkt hat es auch viel Widerstand von vielen Seiten gegeben. Mit Corona hat sich das innerhalb kürzester Zeit geändert, sowohl die Einstellung zu Telemedizin als auch zu den Angeboten über Telemedizin.

Auch wenn zu Beginn nicht alles ganz fehlerfrei funktioniert hat, war sowohl von Seiten unserer Ärzte/ Therapeuten als auch von unseren Kunden die Bereitschaft vorhanden, diese Art der Kommunikation zu nutzen.

Und dies wird uns auch nachhaltig begleiten. U.a. auch deswegen, weil es in bestimmten Bereichen, z.B. bei einer Befundbesprechung, einen massiven zeitlichen Vorteil bringt.


Wir haben die Zeit u.a. auch dafür genutzt unsere Angebote und Leistungen zu hinterfragen. Ergebnis ist, dass wir zukünftig einige Dinge nicht mehr machen werden, einige Dinge anders und auch einige neue Dinge.

 

Hier kommst du zum gesamten Interview.

Mehr über die Person erfahren: www.mediclass.com

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