Betriebliches Gesundheitsmanagement

Krankenstände und innerliche Kündigung -
wenn Unternehmen auf Betriebliches Gesundheitsmanagement vergessen

Auf der von feel the energy in Kooperation mit confare initiierten Corporate Health Convention zeigen renommierte Experten, inspirierende Keynote Speaker und Profis aus der Unternehmenspraxis, warum sich Investitionen in die Gesundheit von Mitarbeitern nicht nur aus der Compliance Perspektive rechnen.

Im Gespräch sagt feel the energy Gründer Stephan Poschik, warum BGM (Betriebliches Gesundheitsmanagement) einen Unterschied macht und was es kostet

Mit welchen Belastungen sind Mitarbeiter in der modernen Arbeitswelt konfrontiert?

Die Art der Belastungen hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Waren früher noch Belastungen wie schweres Heben, Schmutz und Lärm eine massive Beeinträchtigung, so sind es heute zunehmend zwischenmenschliche Dynamiken und Themen wie Kommunikation oder Führungsverhalten. Dazu kommt ein stetiger Veränderungsprozess in den Unternehmen, der nahezu kontinuierliche Anpassungen der Betroffenen erfordert.

Was sind die Folgen für Mitarbeiter?

Menschen in der Arbeitswelt und auch Führungskräfte werden in keiner Weise auf die zukünftig erforderlichen Skills vorbereitet. Nach wie vor werden zu allererst die Fachkenntnisse geschult, nicht jedoch die Fähigkeiten im Umgang miteinander in der alltäglichen Zusammenarbeit. Die Auswirkungen sind enorm:

Im deutschsprachigen Raum geht man davon aus, dass deutlich über 50% der Angestellten innerlich schon gekündigt haben und meist nicht mal mehr „Dienst nach Vorschrift“ verrichten.

Krankenstände aufgrund von mentalen Belastungen steigen rapide an.

Auf welche Anzeichen muss man achten, um rechtzeitig Maßnahmen im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement zu setzen?

Wenn Sie Anzeichen in Ihrem Unternehmen wahrnehmen, dann haben Sie es schon verpasst und sind zu spät dran! Tatsächlich funktioniert BGM am besten, wenn es schon vorsorglich eingeführt wird und von vornherein strategisch und langfristig integriert wird.

Welche Maßnahmen haben den größten Effekt auf die Befindlichkeit von Mitarbeitern?

Eine Verbesserung im Führungsverhalten und die Steigerung der Eigenverantwortung der Mitarbeiter bezüglich ihre persönlichen Gesundheit.

Wie kostspielig sind solche Investitionen tatsächlich?

Die Verbesserung des Führungsverhaltens erzeugt, klug umgesetzt, meist gar keine extra Kosten, da Führungskräfte im Normalfall ohnehin regelmäßige Schulungen besuchen. Hierbei wäre es jedoch wichtig, die geschulten Themen auf die tatsächlichen Bedürfnisse und Erfordernisse der sich gewandelten Arbeitswelt anzupassen, was zum Großteil jedoch nicht passiert.

Um die Eigenverantwortung der Mitarbeiter zu fördern, gibt es unterschiedlichste Herangehensweisen, mit denen auch erhebliche Kostenunterschiede einhergehen. Kosten zwischen € 100,-- bis 200,-- pro Mitarbeiter pro Jahr (nur für die tatsächlichen Teilnehmer eines strategischen Gesundheitsprogramms) sind ein guter Richtwert. Alles darunter bleibt fast immer ohne nachhaltige Wirkung. Nach oben sind keine Grenzen, was einige wenige Vorzeigebetriebe in Österreich, die zwischen € 500,-- bis 1.000,-- pro Jahr pro Mitarbeiter investieren, auch belegen.

Je nachdem, wie strategisch und nachhaltig BGM implementiert wird, zahlt es sich jedoch auf jeden Fall aus, denn die Rendite in Form von einem ROI von 1:5 bis 1:30 findet man heutzutage selten bei anderen Investition.

Welche Maßnahmen Erfolg versprechen, wie Kosten und Nutzen tatsächlich aussehen und wie man Strafen vermeidet, darüber tauschen sich auf der am 16. & 17. November 2017 im Grand Hotel Europa, Innsbruck hochkarätige Entscheider aus unterschiedlichen Branchen aus. Details und Anmeldung hier: http://corporate-health-consulting.com/

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